Häufige Fragen zu unserem Honig

Was ist Bio am Bio-Honig, die Bienen fliegen doch wohin sie wollen?

Richtig, die Bienen befliegen auch Kulturen der konventionellen Landwirtschaft, zum Beispiel die Rapsfelder. Es gibt jedoch einige Mechanismen, die eine Verunreinigung des Honigs durch Pflanzenschutzmittel verhindern. So würden vergiftete Bienen gar nicht den Rückflug in ihren Stock tätigen können. Eine andere Erklärung ist, dass die Behandlung der Pflanzen meistens vor der Blüte stattfindet. Die Nektarien sind in der Blüte so versteckt, dass sie ohnehin nicht getroffen würden. Die Tatsache, dass die meisten Mittel nicht wasserlöslich sind, verhindert einen Übergang in den Saftstrom der Pflanze.

Bio-Honig zeichnet sich beispielsweise zusätzlich auch durch eine artgerechte tierethische Bienenhaltung aus, eine Fütterung nur mit biologisch erzeugten Futtermitteln und einem eigenen Wachskreislauf.


Ist ihr Demeter-Honig auch kalt geschleudert?

Der Zusatz kalt geschleudert auf Honigetiketten ist seit der Novellierung des Deutschen Lebensmittelbuches vom 27.07.2011 verboten worden. Viele Imkereien ernten an einem Tag so viele Honigwaben, dass diese nicht sofort weiterverarbeitet werden können. Daher werden diese aus praktischen Gründen in Wärmeräumen längere Zeit warm gehalten, damit die Ernte schneller ablaufen kann. Aber auch Heizungen am Boden der Honigschleuder sind hier üblich.

Unser Honig wird noch bienenstockwarm direkt nach der Ernte ohne Zuführung von Wärme gewonnen. Auch bei der späteren Weiterverabeitung und Abfüllung des Honigs verzichten wir auf eine Zuführung von Wärme.

 

Können Sie sicherstellen, dass sich in dem Honig keine Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen befinden?

Ja, denn unsere Bienenvölker stehen nicht in Regionen, in denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden.

Da Honig ein tierisches Produkt ist, und der Pollengehalt unterhalb des Grenzwertes für GVO von 0,9 % liegt, muß nicht auf den Gehalt von GVO bei Honigen hingewiesen werden. Das nützt natürlich wenig, da die meisten Verbraucher jeden Gehalt an GVO im Honig ablehnen.

Der Demeter-Verband bemüht sich daher politisch Einfluß zu nehmen, und den Anbau von gentechnisch veränderten Bienenweidepflanzen zu verhindern.

 

Warum ist dieser Honig so schön cremig?

Honig kristallisiert je nach Zusammensetzung der Zuckerarten früher oder später aus. Damit die Traubenzuckerkristalle später im Honigglas nicht zu groß werden und der Honig kaum noch streichfähig, rühren wir unseren schonend in Edelstahlgefäßen mit Edelstahlrühren ohne zusätzlich Zuführung von Wärme. Während der Kristallisation geschieht dies zweimal täglich für 10 Minuten über einen Zeitraum von 4 bis 10 Tagen, bis er kurz vor dem Festwerden ist. Gleiches geschieht in Eisdielen in Bezug auf die Herstellung von Speiseeis.

 

Warum ist dieser Honig so fest?

Das Rühren des Honigs bringt nicht immer den gewünschten Creme-Honig. Neben dem Rühren hat nämlich die Temperatur im Abfüllraum einen entscheidenen Einfluß. Für Honige mit einem hohen Anteil an Traubenzucker, wie Raps-, Frühlingsblüten- und Sonnenblumenhonig reicht es, wenn die Temperatur nicht über 18° C liegt. Honige wie Lindenblüten-, Edelkastanien- oder Waldblütenhonig werden schön cremig, wenn sie bei maximal 16° C gerührt und abgefüllt werden.

 

Was sind das für weiße Beläge an der Honigoberfläche?

Manchmal zeigt der abgefüllte Honig an der Oberfläche oder direkt hinter dem Glas kleine weiße Stellen. Hierbei handelt es sich um kleinste Lufteinschlüsse. Dies tritt besonders bei wasserarmen und festen Honigen auf und ist lediglich ein Schönheitsfehler, der in einem naturbelassenen Honig auftreten kann.

 

Dürfen Kinder unter einem Jahr Honig essen?

Nein! Kinder in diesem Alter haben noch keine ausreichenden Abwehrkräfte gegen manche Keime entwickelt. Deshalb hier nur erhitzten Honig verwenden. Es können sich Botulismus-Erreger im Honig befinden.


Darf ich Honig bedenkenlos erhitzen?

Honig sollte grundsätzlich nicht über 40 Grad Celsius erhitzt werden, da er hierdurch degeneriert und viele wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden. Allgemein wird empfohlen Honig in einem Wasserbad bei circa 35 Grad Celsius wieder zu verflüssigen, doch raten wir grundsätzlich von einem Erwärmen des Honigs aus den eingangs genannten Gründen ab.

 

Wie lange ist Honig haltbar?

Bei richtiger Lagerung ist Honig nahezu unbegrenzt haltbar. Es wurden sogar Honige als Grabbeigaben in den ägyptischen Pyramiden von 3.200 v. Chr. gefunden, die heute noch genießbar sind. Allerdings verliert der Honig bei langer und unsachgemäßer Lagerung einen Teil seiner wertgebenden Inhaltsstoffe. Daher wird in der Regel von 24 Monaten Lagerfähigkeit ausgegangen.

 

Wie lagert man Honig am besten?

Honig sollte dunkel, trocken und nicht zu warm aufbewahrt werden. Da Honig schnell Fremdgerüche annimmt und stark wasseranziehend ist, sollte er am besten in einem fest verschlossen Glas gelagert werden.


Wieviel müssen die Bienen arbeiten, um ein Kilo Honig zu erzeugen?

Um ein Kilo Honig zu erzeugen, muss eine Biene ca. 3 Kilogramm Nektar sammeln. Um diese Menge Nektar zu sammeln, muss die Biene bis zu 15 Millionen Blüten befliegen. Dabei legt sie eine Strecke von ungefähr 160.000 Kilometern zurück. Das heißt, sie fliegt quasi viermal um die Erde.

 

Ist Honig gesünder als Zucker?

Honig besteht zu mindestens 80 Prozent aus natürlichem Zucker (natürlicher Trauben- und Fruchtzucker), der vom Blut schnell absorbiert wird und so schnell Energie liefert. Im Gegensatz zum herkömmlichen Raffinaden-Haushaltszucker enthält Honig zusätzlich einige Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine. Darüber hinaus enthält Honig Enzyme und Inhibine, sodass Honig ein besonders wertvolles Süssungsmittel ist. Darüber hinaus wurde der Honig durch die Bienen bei 30-35°C mit Hilfe von Milchsäurebakterien fermentiert.

 

Ist Honig für Diabetiker geeignet?

Erst nach Absprache mit dem Arzt. Zwar können auch Diabetiker Honig in kleinen Mengen genießen. Vor allem die flüssigen Sommerhonige bestehen zu einem großen Teil aus Fruktose. Aber auf jeden Fall müssen Diabetiker ihre Ernährung und auch die Verwendung von Honig mit dem Arzt absprechen.